Gedanken
Jeder von uns hat ca. 80.000 Gedanken am Tag. Oft sind sie schön und harmlos, manchmal sind sie eine echte Qual. Wie du schon weißt, dienen Gedanken genau einem Zweck -> Lösungen zu finden. Außerdem weißt du bereits, dass die meisten Gedanken sich wie eine Schallplatte im Kopf verhalten und sich täglich wiederholen. Dadurch, dass über 90% deiner Gedanken dir PASSIEREN und du nur max. 10% selbst bewusst denkst, müssen wir eines verstehen. Zwanghafte Gedanken kann man nicht kontrollieren oder verdrängen. Der Verstand hat keine Bremse, nur ein Gaspedal. Du glaubst mir nicht? Dann lass uns mal ein Beispiel machen!
Beispiel: „Das Gehirn kennt nur Vollgas“
Denke bitte an KEINEN roten Apfel, auf gar keinen Fall! Stell dir NICHT eine saftig rote Schale mit glänzender Oberfläche vor. Denk auf gar keinen Fall an einen roten Apfel. Stell dir auch NICHT vor, dass jemand hineinbeißt und die Säure im Mund förmlich zu spüren ist.
Und, wie ist es dir ergangen? Wenn du ein gesundes Gehirn hast, hast du an einen roten Apfel denken müssen. Aus einem einfachen Grund. Unser Gehirn kennt die Wörter „kein/nicht“ nicht. Wie also kann man dann das nervige Gedankenkreisen stoppen? Dafür will ich dir in diesem Buch 2 Übungen vorstellen, die du sofort in die Praxis umsetzen kannst. Teste, welche besser für dich funktioniert!
Übung 1: „Mindstrada“
Stell dir deinen Denkstrom wie eine Straße mit vielen Autos vor. Jedes Auto steht für einen Gedanken. Einer ist heller, der andere düsterer. Du bist in einem Wohnblock direkt neben der Straße und beobachtest den Verkehr vom Fenster aus. Und genauso wie du den Straßenverkehr vom Fenster aus beobachtest, machst du es mit deinen Gedanken. Du siehst jeden einzelnen Gedanken wie ein Auto, welches gerade am Block vorbeifährt. Egal ob das Auto düster brummt (negativer Gedanke), oder der Fahrer dir freundlich zulächelt (positiver Gedanke). Du beobachtest sie nur, ohne sie verändern, wegmachen oder bekämpfen zu wollen. Du lässt sie einfach ziehen wie Autos die Straße entlang.Nach kurzer Zeit wirst du bemerken, dass sich deine Gedanken langsam beruhigen. Den Fehler, den die meisten Menschen machen ist, dass sie mit ihren Gedanken diskutieren und sie vom Gegenteil überzeugen wollen. Feuer kann man nicht mit Feuer bekämpfen und Gedanken nicht mit Gedanken. Es führt den Gedanken nur noch mehr Energie zu und verstärkt das Drama.
„Steige nicht ins Gespräch mit deinen Gedanken ein.“
Hinweis!
Hartnäckiges Grübeln basiert oft auf unbewussten Ängsten und entsteht dann, wenn dein System nach Lösungen für etwas sucht. Darum kann es bei wiederholtem Grübeln sinnvoll sein, die dahinterliegende Angst zu identifizieren und aufzulösen.
Übung 2: „Messerscharfes Bewusstsein“
Unser Bewusstsein kann sich immer nur auf eine einzige Sache gleichzeitig konzentrieren. Das nutzen wir aus, denn wenn deine Aufmerksamkeit auf etwas anderes als deine Gedanken gerichtet ist, beruhigen sich deine Gedanken ebenfalls. Diese Technik eignet sich besonders für ruhige Momente wie beim Einschlafen oder Autofahren. Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Hände. Spüre in sie hinein und nimm sie wahr. Achte darauf, ob sie warm oder kalt sind, weich oder hart, beweglich oder steif. Richte deine volle Aufmerksamkeit auf deine Hände, ohne über das Beobachtete nachzudenken. Es geht nur um die Wahrnehmung. Auch hier wirst du schnell feststellen, dass sich deine Gedanken schnell beruhigen, da sie keine neue Energie bekommen. Auch das Beobachten des eigenen Atems funktioniert hier hervorragend!
__________________________________________Wenn du mehr über Ängste erfahren möchtest, lege ich dir mein Ultimatives Videotraining ans Herz. Hier sind die wichtigsten Punkte rund um die Angst und wie man sie langfristig bewältigt einfach und verständlich zusammengefasst.Klicke einfach gleich hier unten auf das Video. Du wirst überrascht sein, was dort alles auf dich wartet!Over and out
Jakob
*um den Ton hören zu können, einfach das "Vergrößerungszeichen" rechts unten im Video anklicken und dann die Lautstärke erhöhen.